Einige Asylsuchende in der Schweiz verschwinden noch während dem Asylverfahren oder nach einem negativen Entscheid. Sie tauchen ab und versuchen für einige Zeit Arbeit und eine Unterkunft zu finden. Manche finden bei Privatpersonen Unterschlupf. Diese kommen dadurch zwar mit dem Gesetz in Konflikt und riskieren bis zu einem Jahr Gefängnis wegen Beihilfe zum illegalen Aufenthalt. […
Ende 2011 erschien im Loeper Literaturverlag – anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Menschenrechtsorganisation PRO ASYL e.V. – die Publikation „Aufnehmen statt abwehren – Flucht, Asyl und zivilgesellschaftliches Engagement“. Der kommentierte Bildband ist ein Plädoyer für eine solidarische und menschenwürdige Aufnahme von Flüchtlingen. Zielgruppe des Buches sind neben Menschen aus Theorie und Praxis, die die Asylbewegung […
Im Jahr 2011 ist die Zahl der Asylgesuche gegenüber dem Vorjahr um rund 45 Prozent auf 22’551 gestiegen. Das ist der höchste Gesuchseingang seit 2002. Wichtigstes Herkunftsland war 2011 Eritrea mit 3’356 Gesuchen, gefolgt von Tunesien (2’574) und Nigeria (1’895). Der starke Anstieg von Asylsuchenden ist vor allem auf die Krise in Nordafrika und die […
Im Jahr 2011 wurden beim deutschen Bundesamt für Migration und Flüchtlinge über 45.000 Asylerstanträge gestellt, 4.400 mehr als im Jahr 2010. Dies bedeutet eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um etwa 11 Prozent – auf niedrigem Niveau. 1992 wurden noch 400.000 Asylanträge gestellt.
In der Asylpolitik sind manchmal Patentrezepte oder aber Schuldige rasch gefunden. Die Lage ist auch nicht völlig naturgegeben. Doch ist bei der Suche nach Verbesserungen von den Realitäten auszugehen. Daher seien hier kurz einige gängige Schlagworte beleuchtet und elementare Informationen zusammengestellt.
“Ich esse, was man mir zuwirft”: Flüchtlinge werden in Bulgarien regelmäßig in Gefangenenlager gesperrt, weil es für sie keinen Platz gibt. Damit verstößt das südosteuropäische Land, das der Schengen-Zone beitreten will, gegen nationale Gesetze – und EU-Regeln. Selbst jene, die gerne in Bulgarien bleiben würden, sehen sich deshalb gezwungen, ihr Glück in Westeuropa zu suchen. […
Die Kulturhistorikerin Francesca Falk hat ein wichtiges Buch über Bilder der Grenze geschrieben. Im Gespräch mit der Wochenzeitung spricht sie über die Aufständischen in Tunesien, Asylsuchende in der Schweiz und John Lockes Gesellschaftsvertrag.
Pour cette troisième édition de son rapport annuel, le réseau Migreurop poursuit son évaluation critique de l’externalisation des politiques migratoires mises en place par les gouvernements de l’Union européenne et de ses effets sur les populations. Si ce processus comporte des aspects très divers, allant de l’attribution restrictive des visas aux opérations de l’agence Frontex […
Der Heilige Augustinus war ein Afrikaner. Was wäre wohl heute aus ihm geworden? Vielleicht hätte man ihn nach Libyen zurückgeschoben. Oder er würde auf See vermisst. Oder man hätte ihn in ein Abschiebungshaftlager gesperrt. Drei Jahre Recherchen, eine atemberaubende Reise zwischen Erinnerungen und Aktualität, von der ersten bis zu letzten Seite spannungsgeladen. Das neue Buch […
Wer keinen Pass hat, kann nicht abgeschoben werden, deshalb tragen viele Flüchtlinge keine Dokumente bei sich. Der Fall des Asylbewerbers John Kanu zeigt, mit welchen Methoden deutsche Behörden dennoch eine Abschiebung zu erwirken versuchen: Sie bezahlen ausländische Beamte, um Flüchtlingen gültige Dokumente auszustellen. Mancher erhielt einen Pass, obwohl er das angebliche Herkunftsland noch nie betreten […
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